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Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Ortenburg

Berichte / Ereignisse

2. Juni 2019: Konfirmation

Am 2. Juni 2019 wurden in der Marktkirche Ortenburg drei Jungs und drei Mädchen konfirmiert. In einer intensiven Vorbereitungszeit wurden sie von 18 Jugendlichen auf Konfitagen, Freizeiten und im Jugendtreff begleitet. Neben Glaubensthemen und Lebensfragen war die Gemeinschaft wichtig. Es entstanden intensive Kontakte, so dass fast alle als Mitarbeiter im Konfiteam weitermachen wollen.
Herzlichen Glückwunsch!

14. April 2019: Konfirmationsjubiläum

"Es war gut!" sagte einer der Jubilare mit Tränen in den Augen und ein anderer hoffte sehr, in fünf Jahren wieder dabei sein zu können. Denn ab der Diamantenen Konfirmation (60 jähriges Jubiläum) wird alle fünf Jahre zum Jubiläum eingeladen. Besonders dankbar sind Jubilare, die nach 70 oder gar nach 75 Jahren vor dem Altar den Konfirmationssegen erneut zugesprochen bekommen. Sie wissen die tiefe Bedeutung dieser Segensworte sehr zu schätzen: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist gebe dir weiterhin seine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Bösen, Kraft und Hilfe zu allem Guten, dass du bewahrt werdest zum Ewigen Leben.
Fotos: H. Günther


Kronjuwelene Konfirmation (vor 75 Jahren)


Gnadene Konfirmation (vor 70 Jahren)


Eiserne Konfirmation (vor 65 Jahren)


Diamantene Konfirmation (vor 60 Jahren)


Goldende Konfirmation (vor 50 Jahren)


Silberne Konfirmation (vor 25 Jahren)

15.-17. März 2019: Eröffnungsveranstaltung zur Fastenaktion: Danke!

Im Namen der Diasporawerke bedanke ich mich für das gelungene und inhaltlich reiche Programm rund um die Eröffnung der Fastenaktion und für alle umfangreiche Vorbereitung, die damit verbunden war.
Von der Anstrengung war dann in Ortenburg nichts mehr zu spüren - überall begegneten uns freundliche, fröhliche und hilfsbereite Menschen, ob auf dem Campus der Realschule, in der Kirche, im Gemeindehaus oder auf den Wegen irgendwo dazwischen.
Vielen herzlichen Dank dafür!
Bitte geben Sie den Dank auch an diejenigen weiter, die zum Gelingen des Wochenendes beigetragen haben.
Heike Gröschel-Pickel, Diasporawerke Neuendettelsau 2. April 2019

Was in der Vorbereitung und Durchführung alles geleistet wurde, ist mehr als beeindruckend und wird den Namen Ortenburg und Passau noch lange in bester Erinnerung bleiben lassen bei denjenigen, die diese Tage der Gastfreundschaft und der Ökumene genossen haben. Ich möchte es auch ganz persönlich noch einmal sagen: Es hat mir nicht nur Spaß gemacht, sondern mich auch tief beeindruckt, was in Gemeinde und Dekanat an begeistertem und tatkräftigem Engagement passiert ist. So hat jede und jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag geleistet zum Erfolg der diesjährigen Fastenaktion.
Danke!
Kirchenrat Raphael Quandt, München 1. April 2019

Fastenaktion1 2019
Fastenaktion2 2019
Fastenaktion3 2019
Fastenaktion4 2019

24. Januar 2019: Dankfeier 2018 in der Mensa

„Gemeinsam sind wir stark“

Es ist schon wirklich erstaunlich, welches Engagement aber auch welche Kompetenzen sich in unserer Gemeinde zusammenfinden. Bei der Dankfeier in der Mensa haben wir es wieder gehört und gesehen.

Über 150 Mitarbeitende: die Gemeindebotenausträger, ein Team von Konfirmandenleiterinnen und -leitern, die Kirchenmusik mit Posaunenchor, Organisten und Jugendband, der Kindergarten, der Frauenkreis, EFA (evang.-frauen-aktiv), die Lektoren und die Mesnerinnen, die Teams für Kindergottesdienste, Familiengottesdienste und Jugendgottesdienste, die Hausmeister- und Kirchenschließdienste sowie der gemeindliche Besuchsdienst. Hinzu kommen Redaktionsteams für den Gemeindeboten und die Homepage und der Kirchenvorstand mit seinen diversen Ausschüssen, Verantwortliche für die Reformationsausstellung, Eine-Welt-Verkäuferinnen und eine engagierte Gruppe in der Asylarbeit. Eine weitere Besonderheit in Ortenburg: Seit dem vergangenen Jahr gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen der Evangelischen Realschule und der Kirchengemeinde. Danach führen Erzieher aus dem Internat ehrenamtlich Ferienmaßnahmen für Kinder aus Internat und Gemeinde durch.

Fast 80 Gemeindeglieder waren zum gemeinsamen Essen erschienen. Mit Bildern aus dem vergangenen Jahr wurden die vielfältigen Aktivitäten und Aktionen in Erinnerungen gerufen.

Besonderes Highlight: der Dekanats-Jugendtag auf dem Gelände unserer Evang. Realschule.

Pfarrer Johannes Hofer und Pfarrerin Sabine Hofer: „Uns fasziniert die vielfältige, hohe ehrenamtliche Kompetenz und das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeitenden.“

Namentlich und stellvertretend geehrt wurden Nina Frik für 10 Jahre Dienst im Kindergarten, Hans Hubner für langjährige kompetente Mitarbeit u.a.im Bauausschuss, für Rat und Tat „aber auch für Traktor, Anhänger und Säge“ und Salome Hofer für Mitarbeit in der Jugend- und Konfirmandenarbeit. Aus ihrem Jahrgang hatten sich von 15 Konfirmanden vor 5 Jahren 10 weiterhin in der Jugendarbeit engagiert. Und schließlich: Jürgen Haas, der seit fast 10 Jahren die Homepage der Kirchengemeinde (www.ortenburg-evangelisch.de) gestaltet und für ständige Aktualisierungen sorgt.
-ke

Bilder: Ingomar Reimer

1. Januar 2019: Ökumenischer Jahresanfangsgottesdienst mit Neujahrsempfang
Suche Frieden und jage ihm nach

Ökumenischer Neujahrsgottesdienst und Neujahrsempfang haben in Ortenburg Tradition, sind auch konstitutiv für guten bürgerlichen Zusammenhalt in der Marktgemeinde. Gastgeber sind jeweils in jährlichem Wechsel die Evangelische Kirchengemeinde und die Katholische Pfarrgemeinde. „Wir tun dies in kirchlicher, politischer und gesellschaftlicher Verbundenheit, hier jedoch“, so Pfarrerin Sabine Hofer in ihrer Begrüßung in der Marktkirche „in erster Linie in Verbundenheit mit dem einen Gott.“ Mit seinem Schutz und seiner Hilfe mache der Neujahrstag Mut zum Aufbruch.

Neujahrsempfang 2019
Pfarrer Anton Spreitzer (li.), Pfarrerin Sabine Hofer (re.)

Die Predigt hielt Pfarrer Anton Spreitzer über die Jahreslosung (Ps. 34, 15b), die in beiden Kirchen im deutschen Sprachraum dem neuen Jahr vorangestellt wird: „Suche Frieden und jage ihm nach.“

Er verwies auf schreckliche historische Ereignisse bis in jüngste Zeit, die es unmöglich machten, „die Völker der Welt einzuteilen in solche, die im Heil und solche, die im Unheil stehen.“ Advent und Weihnachten seien „Anlass über das Ausmaß der Unerlöstheit“ nachzudenken „bei uns selbst und inmitten der Kirchen“ und sich dieser ernsthaften Botschaft zu stellen.

Stattdessen beobachte er, dass wir uns „Tatsachen verweigern“, unmenschliche Wirklichkeiten ausblenden und stattdessen schon „wochenlang vor Weihnachten so tun, als wäre alles umfangen von der süßlich-idyllischen Stimmung der Weihnachtsmärkte“. Advent, das sei die „schonungslose Konfrontation mit der Wirklichkeit“. So gesehen müsse Advent eine permanente Haltung sein. Die „kommerzialisierte und vom Zuckerguss ersäufte Variante sei dagegen Signatur für den Ausfall des christlichen Glaubens an entscheidender Stelle“. „Solange wir die anderen und allen Rest der Welt nicht wirklich im Blick haben, nur um uns selbst kreisen“ so der Pfarrer weiter, „solange wir nicht wirklich nach Kräften den Frieden suchen und ihm nachjagen, so gut wir können - solange sind wir auch heute „vor Christus", solange ist uns Christus nicht wirklich geboren, ist er nicht in uns Mensch geworden.“

Musikalisch gestaltet wurde der Neujahrsgottesdienst vom Gesangverein Ortenburg unter der Leitung von Peter Lehner und von Martin Krempl an der Orgel. Der Chor war es auch, der die Ortenburger zum anschließenden Empfang im Gemeindehaus begrüßte.

Neujahrsempfang 2019
Der Gesangverein Ortenburg unter der Leitung von Peter Lehner verlieh dem ökumenischen Abendgottesdienst auch musikalisch einen festlichen Charakter - Die Orgel spielte Martin Krempl

Bürgermeister Stefan Lang überbrachte dort die guten Wünsche des Marktrates und riskierte einen überwiegend optimistischen Blick in die Zukunft.

Mit dem 1.01.2019 sei die Gemeinde definitiv neuer Schlossbesitzer. Für das Jahr 2019 sind bereits Sanierungsmaßnahmen fest eingeplant. Sanitäre Einrichtungen und Maßnahmen zum Brandschutz werden als erstes in Angriff genommen.

Er sei froh, so der Bürgermeister, dass die lebenswichtige Versorgung der Gemeinde mit dem Anschluss an das Leitungsnetz der Wasserversorgung Bayerischer Wald für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt sei.

Die neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber sei inzwischen mit 130 Personen voll belegt. Lang dankte ausdrücklich für die Dienste Ehrenamtlicher, insbesondere für das Engagement des Ortenburger Helferkreises.

Und schließlich: Viele Veränderungen, Erweiterungen und Verbesserungen habe es in den drei Ortenburger Kindertagesstätten gegeben. Aber die Nachfrage steige ständig und immer noch gebe es nicht genügend Plätze. Dies sei eine Herausforderung, die den Marktrat und die Verwaltung im neuen Jahr sehr beschäftigen werde.
-ke, Bilder: Ingomar Reimer

Neujahrsempfang 2019
Empfang als Begegnung der Ortenburger Bürger

02. Dezember 2018: Neuer Kirchenvorstand in sein Amt eingeführt

Am 1. Advent wurde der neue Kirchenvorstand in sein Amt eingeführt.
v. l: Sophie Buettner, Jens Günther, Dieter Pfeiffer, Werner Obermeyer, Harald Roitner,
Christa Hermann, Inge Wißpeintner, Renate Pfeiffer

Vielen Dank allen, die durch ihre Beteiligung an der Kirchenvorstandswahl gezeigt haben, dass ihnen unsere Gemeinde am Herzen liegt. 42,1 % der Wahlberechtigten gingen in unserer Gemeinde zur Wahl. Die höchste Beteiligung war bei den 16-20jährigen mit 50%. In unserem Dekanat lag die Beteiligung bei 18,7% und in ganz Bayern insgesamt bei 26,7%.

Vielen Dank allen, die durch ihre Kandidatur für den neuen Kirchenvorstand Bereitschaft gezeigt haben, in der Gemeindeleitung Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn sie diesmal nicht gewählt wurden, hoffen und bitten wir, dass sie sich weiterhin in unserer Gemeinde einbringen.

Herzlichen Dank dem bisherigen Kirchenvorstand. Nicht mehr dabei sind: Simone Geier, Manuela Scheuchl, Jürgen Terle und Manfred Lux. Sie wurden feierlich von ihrem Amt entpflichtet. Die neuen Kirchenvorstände versprachen einzeln mit Handschlag, dass sie ihr Amt gemäß dem Evangelium von Jesus Christus führen, wie es in der Heiligen Schrift und im Bekenntnis der Evang.-Luth. Kirche bezeugt ist, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen für den Gottesdienst, für die pädagogischen, diakonischen, ökumenischen und missionarischen Aufgaben der Gemeinde sowie für Lehre, Einheit und Ordnung der Kirche.

Bitte unterstützen Sie unseren Kirchenvorstand wohlwollend und beten Sie für ihn, dass er seinen Dienst mit Freude, mit der Kraft des Heiligen Geistes im Namen Jesu gut tun kann. Danke!

Ihr Pfr. Johannes Hofer

14. Juli 2018: Ökumenischer Ausflug nach Augsburg

Der alle zwei Jahre stattfindende ökumenische Ausflug führte am 14. Juli nach Augsburg. Die schwäbische Bezirkshauptstadt ist sicherlich unzertrennlich mit der Kaufmannsfamilie Fugger verbunden. Doch nicht minder interessant ist die abwechslungsreiche Kirchen- und Reformationsgeschichte der drittgrößten Stadt Bayerns. Die informative Kirchen- und Stadtführung am Vormittag trug dem Ausflugsprogramm "Auf den Spuren der Reformation" entsprechend Rechnung. Ausgangspunkt der Spurensuche nach einer knapp 3,5-stündigen Busfahrt war die evangelische St. Annakirche. Sie beherbergt im Museum Lutherstiege eine Ausstellung, die sich inhaltlich mit dem Disput Martin Luthers und der kath. Amtskirche beschäftigt. Hier sollte im Jahre 1518 Martin Luther in Gegenwart des von Rom gesandten Kardinals Cajetan seinen Thesen abschwören. Kleiner Mönch gegen mächtigen Kardinal - also David gegen Goliath; gesiegt hat der noch katholische Mönch Martin Luther. Eine architektonische Besonderheit an der St. Annakirche ist die „angegliederte“ katholische Fuggerkapelle. Wobei der Begriff Kapelle irreführend ist bei Betrachtung der tatsächlichen Dimensionen dieses Anbaus. Genutzt wird die Kirche überwiegend von evangelischen Christen, gelegentlich findet dort aber auch ein katholischer Gottesdienst statt. Auf praktisches Handeln gezielte Ökumene, wie einfach kann es sein. Das wirft die Frage nach den Nutzungsgewohnheiten bei uns von Marktkirche, katholischer Pfarrkirche oder der Schlosskapelle auf.

Ausschnitt Deckenfresko in St. Anna: links katholisch, rechts evangelisch

Über die katholische St. Moritzkirche, ebenso eine der ältesten Kirchen Augsburgs und seit der aufsehenerregenden Innenrenovierung ein Magnet für Ruhesuchende, ging es in die nun evangelische Barfüßerkirche. Sie ist geprägt durch die fast vollständige Zerstörung im 2. Weltkrieg und den nur im Chorraum durchgeführten Wiederaufbau: das Verhältnis von Höhe zu Länge des Kirchenschiffes verstört und beeindruckt zugleich.

Teilnehmer des Ausflugs in der Barfüßerkirche

Im Anschluss ging es zu Fuß durch die Innenstadt, entlang kleinen Kanälen gespeist vom Lech, wo einst die Färber und Tuchmacher arbeiteten und wohnten. Für das Mittagessen ging es dann vom Domplatz aus mit dem Bus zum Riegele, einer Brauerei mit Wirtshaus direkt am Hauptbahnhof. So gestärkt galt der nächste Programmpunkt dem in direkter Nachbarschaft gelegenen Diakonissenhaus. Die vielfältigen Einrichtungen und Geschichte dieses Hauses wurden uns von dessen Rektor Hr. Heinrich Götz vorgestellt. Er war sichtlich von der Ortenburger Besuchsgruppe angetan, verbrachte er doch als junger evangelischer Pfarrer etliche Jahre in unserer Gegend. Ein Pfarrausflug ohne Gebet, geht das? Nein. Für eine kurze meditative Andacht versammelten wir uns in der Mutterhauskirche.

Der letzte Programmpunkt galt der Fuggerei in der Jakoberstraße. Hier konnte jeder individuell oder in kleinen Gruppen die weltweit erste Sozialsiedlung erkunden. Die Stadt in der Stadt, dessen Gründung in die frühe Mitte des 16. Jahrhunderts datiert, ist bis heute in Stiftungsbesitz und bietet derzeit ca. 150 sozial bedürftigen Menschen eine Wohnung. Erstaunlich, anderswo werden gemeindliche Sozialwohnungen aus diversen Gründen veräußert. Sicherlich einen Abstecher wert war die kleine aber feine Gastronomie im Eingangsbereich der Fuggerei, genannt "Die Tafeldecker".

Leben in der Stadt oder doch auf dem Land? Ein Reihenhaus in der Fuggerei

Nach einem erlebnisreichen Tag brachte uns ein Bus der Fa. Dobler sicher zurück in unsere Ortenburger Heimat. Dank gilt es zu sagen den Organisatoren, u. a. Pfarrer Sabine und Johann Hofer und an Frau Christa Herrmann, die mit der genialen Idee Kaffee und Kuchen vorzubereiten, die beiden Pausen während der Fahrt versüßte. Danke.

21. Mai 2018: Pfingsten - ein Aufbruch!

Dekan Dr. Bub hält Gottesdienst in der Schlosskapelle und beruft Richard Hasenöder als Prädikanten

Richard Hasenöder ist neuer Prädikant in unserer Gemeinde. Seine Installation erfolgte im Rahmen des Gottesdienstes am Pfingstmontag, den Dekan Dr. Wolfgang Bub in der Schlosskapelle hielt.
Das Ereignis ließ die Pfingstgeschichte ganz konkret werden. Prädikantinnen und Prädikanten sind Menschen, die sich neben ihrem Beruf ehrenamtlich in der Evangelischen Kirche engagieren. Nach ihrer Ausbildung werden sie von der Kirche zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung berufen. Sie gestalten dann die Gottesdienste mit eigener Predigt und können - wenn das in der Gemeinde gebraucht wird - auch Abendmahlsfeiern leiten.
Richard Hasenöder, der familiäre Bindungen nach Ortenburg hat, und der für sich und seine Frau das Luisenthal als Altersruhesitz gewählt hat, hatte bereits in seiner früheren Gemeinde, der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Wunsiedel, Bezirk Marktredwitz als Prediger gewirkt.
Nun soll diese Beauftragung hier in Ortenburg wieder aufleben.

Seine Predigt zum Thema „Pfingsten – ein Aufbruch“ leitete der Dekan mit einem Vers des katholischen Priesters und Dichters Lothar Zenetti ein:
„Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Kirche. Sie werden antworten: Die Messe.
Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Messe. Sie werden antworten: Die Wandlung.
Sag hundert Katholiken, dass das Wichtigste in der Kirche die Wandlung ist. Sie werden empört sein: Nein, alles soll so bleiben, wie es ist.“

Auch in der evangelischen Kirche habe erst kürzlich die bayerische Landessynode vom „Themoskannenprinzip“ gesprochen und damit eine Kirche gemeint, die es innen warm und kuschelig habe, von der Wärme aber nichts nach außen dringen lasse. Gemeinden aber, so der Dekan, ob katholisch oder evangelisch, die Angst vor Veränderung hätten, müssten verkümmern zu einem rückwärtsgewandten Erinnerungsverein.
Eine Wandlung könne nur geschehen, wenn der Geist Gottes die Menschen ergreife.

Viele Katholiken, allen voran Papst Franziskus hätten erkannt, dass Wandlung, auch in der Ökumene, nötig ist. Und doch gebe es nach wie vor viele, auch unter Evangelischen, die am liebsten möchten, dass alles so bleibt, wie es ist.

Mit großem Interesse habe er in den letzten Wochen die Leserbriefe über die Zulassung von evangelischen Ehepartnern zur Eucharistie gelesen. Bei vielen habe er Angst vor Veränderung aber bei einigen auch Abwertung der anderen Position gespürt. Wenn geschrieben werde, dass bei den Protestanten die Hostie nur ein Zeichen sei für Christus – dann ist das abwertend, ja schlichtweg falsch. Und wenn jemand sage, dass es in der Frage der Zulassung oder Nichtzulassung von Protestanten darum gehe, die Eucharistie vor einer Banalisierung zu bewahren, dann könne das schon auch als Vorwurf verstanden werden, als würden Protestanten mit ihrem Abendmahlsverständnis die Eucharistie banalisieren.

In der Pfingstgeschichte werde sichtbar, dass der Geist Gottes von außen komme. Es sei eben nicht der Geist der Versammelten, aber er beginne dort zu wirken, wo mehrere Menschen im Namen Jesu zusammenkommen. Dieser Geist packe die Menschen in ihrem Innersten und führe nach außen. Der Dekan wörtlich: „Er macht den Christen Beine, dass sie nicht für sich bleiben. Er öffnet ihnen den Mund, so dass sie anfangen, von Christus zu erzählen und öffentlich Gott zu loben.“

Bild: PNP-VA, Scholz

25. März 2018: Konfirmationsjubiläum

Wir haben Ortenburger Jubelkonfirmandinnen besucht. Lebendig und anschaulich haben sie uns einen Rückblick in “ihre Zeit“ gewährt. Lina Finkenkeller (94) und Hertha Schießl (94) wurden vor 80 Jahren zusammen mit 33 weiteren in Ortenburg konfirmiert. Eichenkonfirmation wird dieses sehr seltene Ereignis genannt.

Traditionell fanden Konfirmationen früher am Palmsonntag statt, im Jahr 1938 jedoch, ein Jahr vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Fest um eine Woche auf Ostern verschoben, weil die Nationalsozialisten sich an Palmarum mit einer fragwürdigen Volksabstimmung die nachträgliche “Legitimation“ für den “Anschluss“ Österreichs geben ließen.

Lina Finkenkeller (94) ist auf dem elterlichen Bauernhof in Steinkirchen aufgewachsen.
Kirchgang war in ihrer Generation keine Frage sondern eine Selbstverständlichkeit. „Es fiel sofort auf, wenn eine Familie im Gottesdienst in Steinkirchen nicht anwesend war.“
Zum Kirchgang in Ortenburg (Marktkirche) musste man etwas länger laufen, ging aber in Gemeinschaft mit der Familie oder mit Gleichaltrigen.
Lina Finkenkellers Oma war im Alter bettlägerig und wurde regelmäßig vom Pfarrer besucht. Lina Finkenkeller erinnert sich lebhaft daran, dass die Kinder dem Pfarrer hinterherschlichen und von der Treppe aus und in gebührendem Abstand zum Geschehen leise mit in das Vaterunser des Pfarrers einstimmten.

Auch an ihre Konfirmation hat sie sehr genaue Erinnerungen. Nach einem Jahr Vorbereitung als Präparandin und einem weiteren als Konfirmandin wurde das im Konfirmandenunterricht Gelernte vor der versammelten Gemeinde vom Pfarrer überprüft. Das “Examenskleidl“ hatte ihr die Patin geschenkt. Das schwarze Konfirmationskleid stammte von der ältesten Schwester. Ihre Feier war besonders klein gehalten, weil die Mutter im Krankenhaus lag. Bescheiden waren auch die Geschenke. „Auf jeden Fall kein Geld“, so die Jubilarin mit einem Augenzwinkern, stattdessen das erste eigene Gesangbuch und Taschentücher.
Und dann holt sie einen kleinen Karton aus dem Nebenzimmer, Inhalt: Konfirmationskranzl, schwarze Haarschleiferl, schwarze Strümpfe und schwarze Handschuhe. Orignalaufschrift der Schachtel: Myrthenkranz zu 3,20 Mark.

Auch heute noch wird für Konfirmandinnen und Konfirmanden ein Konfirmationsspruch ausgesucht, der die Menschen ein Leben lang begleitet und für viele zum „Lebensmotto“ wird. Der Vers für Lina Finkenkeller lautete: Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. (Psalm 68,20).

Hertha Schießl (94) war die Älteste von drei Kindern. Ihr Vater, Siegfried Zeuner, war Postbeamter.
Für unseren Besuch hat die Jubilarin Schwarz-Weiß-Fotos bereitgelegt. Ihr Konfirmationskleid stammte von der Kusine. Sie erinnert sich an eine Sammeltasse als Geschenk und an eine Geldbörse (natürlich ohne Geld). Gefeiert wurde im kleinen Kreis zu Hause mit Familie und Paten.
Ein besonderes Ereignis im protestantischen Ortenburg war natürlich auch das Reformationsfest, zu dem die Konfirmanden noch einmal in ihrem Konfirmationsgewand erschienen.

Dass man am Sonntag mit den Eltern zum Gottesdienst ging, war natürlich auch im Hause Zeuner ebenso selbstverständlich wie die Anordnung, dass die Kinder zum Abendläuten zu Hause sein mussten. „Nicht nur die Konfirmation, sondern der Glaube in meinem Leben war wichtig und hat uns Orientierung und Halt gegeben“, sagt Hertha Schießl, die immer noch mit der Schwester Elfriede in ihrem Elternhaus lebt.
Ihr Konfirmationsspruch lautete: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. (Epheser 6,10)

Zeitgleich mit der Konfirmation endete für die meisten die achtjährige Volksschulzeit. Hertha Schießl wechselte anschließend auf die Handelsschule in Passau. Um fünf Uhr fuhr der Zug aus Ortenburg ab.
Lina Finkenkeller besuchte die Haushaltungsschule im Damenstift in Osterhofen und arbeitete dann zunächst in Ambach am Starnberger See “beim Bierbichler“ und später mehr als 30 Jahre in einem Privathaushalt in der Schweiz.

Auch für Pfarrer Sabine und Johannes Hofer und die Ortenburger Kirchengemeinde ist das alljährliche Konfirmationsjubiläum ein besonders festliches und bewegendes Ereignis. Nach 10, 25, 50, 60 Jahren und dann alle 5 Jahre werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden eingeladen. Es ist eine Wiedersehensfeier aber vor allem ein Ereignis der Glaubensvergewisserung. Noch einmal treten die Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Altar und erfahren den kirchlichen Segen.
Im Alter werde der deutlich höher wertgeschätzt, so Pfarrer Johannes Hofer, und das auch mit dem Blick nach vorne, „für den kürzer werdenden Weg, der mir noch bevorsteht.“
Und für die Gemeinde sind die Jubilare Vorbilder für Festigkeit im Glauben.
-ke


Eichene Konfirmation (vor 80 Jahren)


Eiserne Konfirmation (vor 65 Jahren)


Diamantene Konfirmation (vor 60 Jahren)


Goldende Konfirmation (vor 50 Jahren)


Silberne Konfirmation (vor 25 Jahren)

31. Oktober 2017: Ein Reformationsgottesdienst für alle Generationen in der Schlosskapelle

Schön, dass Ortenburg ein Schloss hat. So kann man gut vermitteln, was gemeint war, als Luther das Erkennungslied der Protestanten “Ein feste Burg ist unser Gott“ geschrieben hat: ein Trostlied und ein Mutmacher gegen alle Glaubenszweifel. Es stand im Zentrum des Reformationsgottesdienstes unter dem Motto „Zwischen Angst und Zuversicht“:

Ein sehr gut besuchter Festgottesdienst für alle Generationen wurde es. Auch viele Gäste aus dem Dekanat, von weiter her und aus der katholischen Pfarrgemeinde waren gekommen. Nach einem Anspiel zu “Luther auf der Burg“ und dem Choral “Ein feste Burg“ verließen Kinder und Jugendliche die Schlosskapelle. Im Empfangszimmer begegnete den Kinder „Martin Luther auf der Wartburg“ im Schattenspiel. In ehemaligen Pensionsräumen konnten Jugendliche das Geheimnis der Luther-Exitrooms lüften, indem sie Indizien suchten, Hinweise kombinierten und Codes knackten.

Für die Erwachsenen lieferte die Dialogpredigt (Pfarrerin Sabine Hofer und Pfarrer Johannes Hofer) Gefühle und Informationen zum “Jingle der Reformation“ (Erkennungsmelodie). Vielfach ist der Choral “Ein feste Burg ist unser Gott“ von Militaristen missbraucht worden, im deutsch-französischen Krieg (1870/71) über Kaiser Wilhelm II (1914) bis hin zu den Deutschen Christen im Nationalsozialismus. Dabei scherten sich diese “Umdeuter“ nie um den geschichtlichen Zusammenhang: Luther wähnte sich nämlich in der apokalyptischen Endzeit, in der sich Gott und Teufel einen kosmischen Kampf liefern. Gott und Christus streiten für das Gute, Christus bringt den "altbösen Feind" zu Fall - "ein Wörtlein kann ihn fällen". Der Gläubige bleibt passiver, staunender Beobachter. Mit dem Choral schuf Luther eine Nachdichtung zu Psalm 46: "Gott ist unsere Zuversicht und unsere Stärke". Text und Melodie stammen von ihm. Mit seinem Lied rief Luther den Kirchgängern zu: Bleibt ehrbar, haltet die Füße still und vertraut allein auf Gott.

Im Anschluss an den Festgottesdienst traf man sich im Innenhof. Angesichts der Witterung waren die heiße ungarisch-bayerische Luthersuppe ökumenisch und generationsübergreifend gekocht und der heiße Tee besonders nachgefragt. Bei den Kindern fand das Stockbrotgrillen über der Feuerschale großen Anklang und die Lutherkekse waren schnell vergriffen.

Für die Evangelische Kirchengemeinde in Ortenburg geht mit vielen Veranstaltungen ein Jubiläum der besonderen Art zu Ende. Das Jubiläum hat der Gemeinde viele Begegnungen beschert, grenz- und konfessionsübergreifend. Daran gilt es weiter zu arbeiten. Christus hat uns zur Freiheit befreit. Lassen wir die Gesprächsfäden nicht abreißen!

17. Oktober 2017: Gottesdienst und Ausstellungseröffnung zum Ortenburger Reformationstag

Die Ortenburger feiern nicht nur das große Jubiläums-Reformationsfest am 31. Oktober, sondern auch den 17. Oktober. Damit erinnern sie an den ersten evangelischen Gottesdienst, den Graf Joachim von Orttenburg 1563 in seiner Grafschaft hat halten lassen. Mit einem Abendgottesdienst und der Ausstellungseröffnung „Glauben hat viele Gesichter“ wurde der Ortenburger Reformationstag gewürdigt.


Im Glauben vereint: Die Ortenburger erinnern traditionell an den ersten evangelischen Gottesdienst, der am 17. Oktober 1563 in der Grafschaft von Graf Joachim von Orttenburg abgehalten wurde.
Foto: Gustav Bachmeyer

Es gebe zwar immer noch Spuren der Reformation, so Pfarrerin Sabine Hofer, eine Marktkirche, eine Schlosskapelle, auch eine Evangelische Realschule mit Internat und einen Evangelischen Kindergarten aber: „Was hat das heute noch inhaltlich mit uns zu tun? Ist uns Glaube heute noch wichtig?“ Mit ihrem Mann, Pfarrer Johannes Hofer, hatte sie festgelegt, auf eine Predigt zu verzichten und stattdessen Menschen aus der eigenen Gemeinde zu Wort kommen zu lassen. Martin Luther selbst habe gefordert, dass jede und jeder, der das Wort Gottes hören und lesen könne, auch davon sprechen solle. „Priestertum aller Gläubigen“ nannte er das.


Talkrunde vor dem Altar: Frieder Kahlert (v.l.), Helga Kahlert, Sabine Hofer, Tanja Schuler, Hiltrud Hasenöder, Klaus Jeggle und Julian Krempl.
Foto: Ingomar Reimer

So versammelten sich vor dem Altar in gemütlichen Runde sechs Gemeindemitglieder und die Pfarrerin, um von ihrem ganz persönlichen Glauben zu erzählen. Es hatte etwas von einer Talkrunde, als etwa Klaus Jeggle (66), der in der Familienchronik evangelische Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen konnte, erzählte, wie ihn das Liebesgebot (1. Korinther 13) sein Leben lang begleitet: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Frieder Kahlert (59), „evangelisch durch die Muttermilch“, erinnerte an seine persönliche Rebellion in jungen Jahren, als er froh gewesen war, endlich Ortenburg verlassen und nach München ziehen zu dürfen. Leuchtendes Vorbild in Glaubensfragen sei ihm aber immer seine Mutter gewesen, die nun erleben dürfe, dass sich auch die Enkelkinder in ihrer evangelischen Kirche heimisch fühlen.

Helga Kahlert (84) liebt die Kirchenmusik - an diesem Abend sorgten Kirchenmusikdirektor Ralf A. Franz an der Orgel und der Ortenburger Posaunenchor, dirigiert von Rüdiger Blasius—Pangritz dafür. Respektvoll redet sie von ihrem Vater, der in nationalsozialistischer Zeit ein treuer Freund des damaligen Pfarrers Dr. Adolf Hardte gewesen war, ein glaubwürdiger Geistlicher, der für seine mutige Kritik an der NS-Ideologie bekannt gewesen war.

Julian Krempl (22) ist aktuell kein Kirchgänger, er suche seine Ruhe eher in der Natur, auf der Jagd, in der Landwirtschaft oder unter Freunden. Seine christliche Haltung sei jedoch geprägt durch „fantastische Ortenburger Konfirmandenarbeit“.

Hiltrud Hasenöder (63) hat für sich eine neue Art gefunden, den Glauben zu leben. Dadurch empfindet sie große Freiheit.

Tanja Schuler (36) wurde nach dem Grund für ihre ansteckende Fröhlichkeit gefragt und bekannte, dass sie über die verschiedenen Etappen ihres Lebens gutes Geleit erlebt habe: „Wenn ich Hilfe brauchte, habe ich sie auch erhalten.“

Mit diesen persönlichen Zeugnissen wurde der Gemeinde ein Vorgeschmack auf die anschließende Vernissage gegeben, mit der die Ausstellung „Glauben hat viele Gesichter“ im Kantorhaus eröffnet wurde. 50 Ortenburger Persönlichkeiten zwischen zehn und 96 Jahren hatten sich hierfür fotografieren lassen und schriftlich die zwei Fragen beantwortet: „Was hat dich in deinem Glauben geprägt?“ und „Was ist dir wichtig?“


Aufmerksame Zuhörer, volle Kirche - Foto: Ingomar Reimer

Von Besuchern konnte man hören, dass sie gespürt haben, wie so eine bunte Evangelische Gemeinde zusammengewachsen sei. Das Projekt zeige ein soziales Netzwerk, das auch für die Zukunft Wurzeln gebe.

Geöffnet ist die Sonderausstellung jeweils sonntags nach dem Gottesdienst, 11 bis 12:30 Uhr, nach Vereinbarung im Pfarramt, 08542/7526, oder bei Helma Preitauer, Kreppe 4.

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16. Oktober 2017: Kunstprojekt Marktkirche

Das 500. Reformationsjubiläum, einmalig ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag, rückt näher. Bis zum 31. Oktober gibt es im evangelischen Dekanat Passau noch eine Vielzahl von Veranstaltungen. Dazu zählt auch ein besonderes Kunstprojekt, das als meditative Andachtsreihe nacheinander in 15 verschiedenen Kirchen des Dekanatsbezirks zu erleben ist. Am Montag waren die Ortenburger in ihre Marktkirche eingeladen.

Der namhafte und vielfach ausgezeichnete Konzeptkünstler Hubert Huber (u.a. Kulturpreisträger 2016 im Bezirk Niederbayern) hatte sich dazu mit einem Team eine Lichtinstallation ausgedacht. Thema war die erste der 95 Thesen, mit denen Martin Luther die damaligen Missstände und den Ablasshandel in der Kirche angeprangert hatte: „Als unser Herr und Meister Jesus“ Christus sagte: ‚Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen‘, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden Buße sei.“

Die Ortenburger Gemeinde erwartete eine abgedunkelte Kirche, die in ein zartes violettes Licht gehüllt war. Die Farbe Violett, so erfuhr man, steht für Buße und damit auch für Wandel und Übergang, für Sehnsucht nach Leben und Licht und für Neubesinnung.

Pfarrerin Sonja Sibbor-Heißmann, Passau, und Kirchenvorstand Harald Roitner, Ortenburg, hatten ihre Texte in drei Abschnitte aufgeteilt, eine knappe Skizze der Zeit vor der Reformation, die Beschreibung der Reformation als Umkehr und die Deutung dieser Umkehr als Hinwendung zu den Menschen.

„Die Kirche“, so hatte Dietrich Bonhoeffer, einer der großen Christen des 20. Jahrhunderts, geschrieben, „ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist“.

Ohne die Hinwendung zu Christus allerdings reduziere man Kirche auf „einen Verein für soziales und politisches Engagement“.

Wichtig und wesentlich für den komplexen und komprimierten Inhalt war auch das Element Stille. In den Pausen war Zeit zum Nachdenken, unaufdringliche kreative Projektionen von kurzen Textsequenzen und Bildern regten zusätzlich an.

Und schließlich das Element Musik: Familie Orttenburger (Vater Andreas, Kontrabass, Mutter Brigitte Harfe und Gitarre sowie Tochter Anna, Harfe) begleitete die Choräle und Tochter Anna glänzte mit zwei Solostücken.

In einem vierten und letzten Teil der Andacht wurde die Gemeinde aufgefordert, sich auf den Weg der Umkehr zu begeben und dazu mit Leuchtern beschenkt, die man zu den Menschen bringen solle.

Mit dem Projekt war es gelungen, in knapper aber wesentlicher Zusammenfassung das Reformationsereignis in Erinnerung zu rufen, nicht wertend, eher beschreibend - aber im Ergebnis richtungsweisend für die Christen.

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9. April 2017: Konfirmationsjubiläum

Konfirmation und Konfirmationsjubiläum sind besondere Ereignisse für evangelische Christen. Noch nie zuvor konnten bei einem Jubiläum in Ortenburg gleich fünf Jubilare ihrer Konfirmation vor 75 Jahren gedenken. Soviele Kronjuwelenjubilare hatte wir noch nie in einem Jahr. Aus einigen Familien waren heuer gleich mehrere Jubilare. Z.B. Herr Wiesinger feierte Kronjuwelene Konfirmation und seine Frau Gnadene Konfirmation. Frau Hubner durfte ihre Kronjuwelene Konfirmation erleben und ihre Tochter war bei den Goldenen dabei und auch bei Familie Schricker gab es eine Generationen übergreifende Feier, ein diamantenes und ein silbernes Jubiläum.

Die Kirchengemeinde gratuliert allen Jubilaren und wünscht Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg, dass Gott, Vater, Sohn und Hl. Geist ihnen seine Gnade gibt, Schutz und Schirm vor allen Bösen ist und sie bewahrt zum Ewigen Leben.


Kronjuwelene Konfirmation (vor 75 Jahren)


Gnadene Konfirmation (vor 70 Jahren)


Eiserne Konfirmation (vor 65 Jahren)


Diamantene Konfirmation (vor 60 Jahren)


Goldende Konfirmation (vor 50 Jahren)


Silberne Konfirmation (vor 25 Jahren)

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